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Wie Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin starben

Die Leichen des Erzherzogs Franz Ferdinand und seiner Gemahlin liegen jetzt im Kanal von Sarajewo aufgebahrt. Die Leichen werden von einem Wiener Professor, der heute hier eintrifft, einbalsamiert werden, und so dann die Überführung nach Wien nicht vor morgen erfolgen. Die Schüsse, die der Erzherzog und seine Gemahlin erhalten haben, waren absolut tödlich. Der Herzogin, die das erste Opfer war, wurde die Bauchhöhlenvene zerrissen, bei dem Erzherzog sind die rechte Schlagader und die Luftröhre vollkommen zertrümmert. Bei beiden ist der Tod durch Verbluten eingetreten. Die letzten Worte des Thronfolgers waren an seine sterbende Gattin gerichtet und lauteten: „Sophie, bleibe für unsere Kinder leben.“ … weiterlesen

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Kaiser Franz Josefs Rückkehr nach Wien

Kaiser Franz Josef stand heute wie gewöhnlich um vier Uhr früh auf und begab sich um ½ 6 Uhr auf den Bahnhof, um nach Wien zu fahren. Es waren wegen der frühen Morgenstunden nur wenig Leute am Bahnhof anwesend. In Amstetten bestiegen Erzherzog Franz Salvator und Erzherzogin Marie Valerie den Hofsonderzug und begleiteten den Kaiser bis St. Pölten.

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Herzog von Braunschweig reist zur Trauerfeier

Herzog Ernst August von Braunschweig und seine Gemahlin Herzogin Viktoria Luise, die hier im Meraner Hof gestern abgestiegen waren, unterbrachen ihre Autofahrt durch die Dolomiten, um der Trauerfeier für den Thronfolger beizuwohnen.

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Kaiser und Kaiserin verlassen Kiel

Der Kaiser und die Kaiserin sind mit Sonderzug gegen 9 Uhr abgereist. Zur Verabschiedung hatten sich eingefunden Prinz und Prinzessin Heinrich, der Stationschef, der Stadtkommandant, der Polizeipräsident, der britannische Botschafter, Admiral Warrender, Mr. Amour und andere.

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Die Trauer in Wien

Die Leiche des Thronfolgers wird nicht in der Hofgruft der Kapuzinerkirche aufgebahrt werden, sondern in der Stefanskirche oder im Schloss Belvedere, damit der Erzherzog und seine Gemahlin gemeinsam aufgebahrt werden können.

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Der Vampyr

Jeder Mann kennt ihn, den Vampyr Militarismus.

Aus einem kleinen Raubtier hat er sich zu einem riesenhaften Ungeheuer entwickelt und hockt nun mit geschwollenem Leibe und ausgestreckten Tatzen auf den stöhnenden Völkern. Auf den Kulturvölkern vor allem, die sich auch darum so nennen, weil sie das Biest so schön fett gemästet haben, was unkultivierte Völker nicht fertigkriegen. Unzählige Hirne stehen in seinem Dienst, von den Leibern die ihm fronden, nicht zureden. Alle sind darauf aus, den Vampyr nicht fetter zu machen, noch bissiger – zwei Eigenschaften, die sich sonst zuweilen gegenseitig beeinträchtigen, aber bei unserem Ungeheuer in schöner Harmonie gedeihen.

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