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Leichtathletik

Auf dem Gebiete der Leichtathletik gibt es heute an zahlreichen Orten gut beschickte Meetings. Am interessantesten sind die bei internationaler Besetzung stattfindenden Wettkämpfe des St. Georger Fußballklubs in Hamburg, zu dem vom „Berliner Tageblatt“ ein Wanderpreis für den Dreikampf gestiftet wurde. Auf dem Meeting starten auch Baker, Oler, Potter; die Amerikaner nahmen bekanntlich am vergangenen Sonntag an dem Berliner S. C.-Meeting teil. Auf das Abschneiden Martins, des deutschen Meisters und des Amerikaners Potter im 110-Meter-Hürden-Laufen darf man gespannt sein. … weiterlesen

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Der Radsport

Der Radsport erreicht langsam den sportlichen Höhepunkt der Saison. Nach dem Goldenen Rad von Berlin, dem Großen Preis von Deutschland für Flieger am Mittwoch Abend in Treptow wird heute auf der Treptower Bahn der Große Preis hinter Motoren ausgetragen, um den Demke, Dickentmann, Miquel und Janke kämpfen werden. Das Rennen geht über 75 Kilometer und wird ein Ringen von Anfang bis Ende bringen. Die Nichtplacierten der Vorläufe Leviennois, Timmermann, Schulze und Weis fahren ein Rennen über 40 Kilometer, während einige Fliegerrennen das Programm vervollständigen. – In Dortmund werden sich Arend, Lorenz, Meurger und Devoissaux scharfe Fliegerrennen liefern, während das Breslauer Dauerrennen Nettelbeck, Günther, Kjeldsen und den jungen Breslauer Thomas am Start sieht.

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Rasentennis

Lawntennissport wird auch heute in zahlreichen Turnieren zu seinem Recht kommen. In Landeck, Kolberg, Marburg, Osnabrück, Travemünde, Karlsruhe, Kissingen und Kranz finden Turniere statt. Die Berliner Spieler geben sich jetzt in der Badesaison, wie gewöhnlich, auf den Turnieren an der Ostsee ein Stelldichein. Das Landecker Turnier, auf dem ein Ehrenpreis des „Berliner Tageblatts“ im Dameneinzelspiel zum Austrag gelangt, sieht unter seinen Teilnehmern die Elite der schlesischen Spieler.

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Rennen im Grunewald

Die brave Orchidee II, deren Wiedererscheinen auf der Rennbahn heute dem Kincsem-Rennen eine besondere Bedeutung verleiht, ist, schon äußerlich nicht die prangende Schönheit, die man sich unter ihrem Namen vorstellt, im Oppenheimischen Stalle das Mädchen für alles. Voriges Jahr hat sie oft genug für die Hengste ihres Stalles einspringen müssen, einmal sogar für Dolomit Pace gemacht in einem Rennen, dass sie, wäre die Stute für eigene Rechnung gegangen, sicherlich gewonnen hätte, während Dolomit versagte, und zu guter Letzt, als Cfardas und Majestic lahm geworden waren, hat die zähe Galtee-More-Tochter sogar das Saint-Leger für die rote Jacke mit den blauen Ärmeln gerettet. … weiterlesen

Sport > Pferderennen >

Pferderennen im Reich

Die Doberaner Rennbahn hat heute ihren zweiten Renntag Die Beteiligung der Ställe übertrifft die der früheren Jahre, allerdings fehlen die großen Ställe wie Oppenheim, Haniel, Weinberg ganz. Die Hauptprüfung, das Friedrich-Franz-Rennen, gibt Rauchtopaz eine gute Chance, der im Schwabenpreis mit dem fünf Pfund weniger tragenden Logarithmus totes Rennen vor Royal Blue, Rübezahl usw. lief; in L‘Amour sollte der Hauptgegner stecken. In dem gut dotierten Pauls-Rennen für die Zweijährigen dürfte Graditz die Oberhand behalten, in den anderen Rennen verweisen wir auf Indigo, Dürkheim, Fischotter und Samum. … weiterlesen

Wissenschaft und Technik > Erfindungen >

Die Hitze im Eisenbahnwagen

Das „Berliner Tageblatt“ brachte vor einigen Tagen einen kleinen Aufsatz unter dem Titel „Die Hitze im Eisenbahnwagen“, worin die zur Kühlung der Eisenbahnwagen verwendeten Maßnahmen und ihr Erfolg behandelt wurden. Als trauriges Endresultat dieser Ermittelung ergab sich hierbei, dass der Erfolg praktisch gleich Null ist, und dass auch nicht beabsichtigt wird, wirksamere Mittel in Anwendung zu bringen. Es ist dies im höchsten Grade bedauerlich, denn die in den Eisenbahnwagen in den Sommermonaten und besonders gerade jetzt herrschende unerträgliche Hitze wird sehr schmerzlich empfunden nicht nur von Geschäfts- und Vergnügungsreisenden, sondern auch von der großen Menge der Vorortbewohner, die täglich mehrmals gezwungen sind, eine halbe Stunde oder länger in den – häufig noch überfüllten – Wagen der Stadtbahn, Wannseebahn usw. zuzubringen. … weiterlesen

Wirtschaft > Die Kolonien >

Die Kolonien

Im Juliheft der „Kolonialen Rundschau“ bringt M. Abeking einen eingehenden Artikel über Angola, der, weil dies Land ein Feld deutschen Unternehmungsgeistes zu werden verspricht, besonderes Interesse beanspruchen darf. Die Arbeit fußt auf den neuesten portugiesischen Quellen und behandelt in eindringender Weise die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes. Der bei der Lektüre vorwiegende Eindruck ist der, dass in dem Lande bei geduldiger Erschließungsarbeit große Schätze verborgen liegen, die die portugiesische Herrschaft nur in bescheidenem Maße zu heben vermocht hat. Schade für die Kolonie ist die dauernde Arbeiterausfuhr nach den Kakaoinseln S. Thomé und Principe, die ganze Distrikte fast entvölkert hat und natürlich die Entwickelung im Lande selbst hintanhält. Weite Strecken Angolas sind für europäische Siedlung geeignet, der Wasserreichtum ist durchweg größer als in Deutsch-Südwest.

Kultur & Gesellschaft > Panorama >

Mordversuch in der Xantenerstraße

Ein mysteriöser Mordversuch ist gestern Abend gegen 7 Uhr in dem Hause Xantener Straße 17 in Wilmersdorf, unweit des Kurfüstendammes, verübt worden. Um diese Stunde kehrte die dort wohnende 67 Jahre alte Rentiere Jenny Meyer, geborene Magnus, von einem Spaziergang, den die alte Dame allein unternommen hatte, zurück. Sie klingelte, wie gewohnt, an der Haustür nach dem Portier, betrat, nachdem die Tür automatisch geöffnet war, den Hausflur und wollte gerade nach ihrer in der ersten Etage liegenden Wohnung hinaufgehen, als ihr plötzlich ein großer, elegant gekleideter Herr entgegentrat und zunächst an ihr vorbeiging. Gleich darauf fiel ein Schuss und Frau Meyer schrie laut: „Ich bin geschossen!“ … weiterlesen

Wissenschaft und Technik > Rekorde >

Mein 24-Stunden-Flug

Als ich um 4 Uhr Nachmittags auf dem Flugplatz erschien, waren die Monteure gerade damit beschäftigt, das letzte Quantum Benzin in den 600-Liter-Behälter einzufüllen. Die Erfahrungen meiner Vormänner im Dauerrekord machte ich mir zunutze und mutete meinem Magen nicht zu, schwer verdauliche Speisen aufzunehmen. Einige Tafeln Schokolade sollten mir die gewohnte Tagesmahlzeit ersetzen und eine Flasche Milch den Durst löschen. Es ist kurz vor 6 Uhr. Der Albatros-Militär-Doppeldecker ist startbereit. Der Propeller wird angeworfen und der Motor beginnt sein brummendes Lied. Ich besteige den Führersitz, den ich hoffentlich nicht sobald verlassen werde. Die Bremsklötze werden fortgenommen und mein Albatros rollt mir Vollgas über die Flugbahn, um sich nach kurzem Anlauf zu erheben. Der schwer belastete Apparat zieht anfangs niedrig seine Kreise, hat sich aber im Verein mit dem vortrefflichen Mercedes nach einer halben Stunde auf eine Höhe von 400 Metern gebracht. Mit voller Geschwindigkeit überwindet er spielend jede Böe. Langsam kommt der Abend heran. Es dunkelt und an den Bahngleisen entlang flammen weiße, grüne und rote Lichter auf. In der Ferne lässt der Koloss Berlin seine Lichtfülle zu mir herüberscheinen. Jetzt entfalten auch die Signallichter auf dem Leuchtturm ihr Tätigkeit. Die Albatros-Leute haben einen Holzstoß angezündet, der mir aus meiner Höhe wie eine brennende Zündholzschachtel vorkommt. … weiterlesen