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Gesund ernährt mit Elise Hannemann

Seit 1872 ist der Lette-Verein Träger von Ausbildungsanstalten. 1878 wurde die Wasch- und Plättanstalt und 1886 die Kochschule mit der Leiterin Elise Hannemann ins Leben gerufen. Seit 1909 gibt es nun die wirtschaftliche Frauenschule. Gesunde Ernährung ist seit jeher Hannemanns zentrales Thema. Seit 1913 unterrichtet sie Kurse in Diätetik für Ärzte. Elise Hannemann zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Ausbildung laufend den Erfordernissen der neuen Zeit anpasst. Der Lette-Verein will mit dieser Philosophie die Zukunft junger Menschen gestalten, heute und in 100 Jahren.

Kochbuch von Elise Hannemann.
Erschienen bei: Brandus, Berlin
Online erreichbar über die Deutsche Nationalbibliothek.

Lette-Verein, Aktuelles aus der Hauswirtschaftlichen Betriebsleitung

Soldatenkochkurs1914

Soldatenkochkurs 1914

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Die Kriegserklärung

Österreich-Ungarn hat, wie wir gestern in den Abendstunden durch ein Extrablatt mitteilten, nunmehr eine offizielle Kriegserklärung an Serbien erlassen. Die militärischen Operationen, die an einzelnen Punkten wohl schon begonnen habe, dürften nun schneller fortschreiten. Bei der außerordentlichen Strenge, mit welcher die Depeschenzensur arbeitet, ist es indessen wahrscheinlich, dass man die Tatsache erst erfahren wird, wenn sie vollendete Tatsachen sein werden. Alles, was bisher über Zusammenstöße gemeldet worden ist, war entweder belanglos oder wenig glaubwürdig. … weiterlesen

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Das Mädchen ohne Vaterland


Asta Nielsen Film über Roma Mädchen das zur Spionin wird:
In den Gebirgswäldern am Balkan liegt eine kleine aber wichtige Grenzfestung, die der Feind zur Eroberung ausspionieren möchte. Als Spionin von durchschlagender Wirkung wird eingesetzt Zidra, die schönste Blüte eines Zigeunerstammes.

Quelle: Bundesarchiv
Beiträger: EFG – The European Film Gateway / Deutsche Bioscop GmbH
Urheberrecht: Free Access – Rights Reserved
Erscheinungsjahr: 1912
Dauer: 32,5 min.

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Die Notifizierung an die Mächte

Wien, 28. Juli

Das Ministerium des Auswärtigen richtete heute an die hiesigen fremden diplomatischen Missionen eine Verbalnote, in der es die formelle Kriegserklärung an Serbien den diplomatischen Missionen zur Kenntnis bringt und erklärt, dass sich Österreich-Ungarn während der Feindseligkeiten unter der Voraussetzung eines gleichartigen Vorgehens seitens Serbiens, an die Bestimmungen de Haager Konvention vom 18. Oktober 1907, sowie an die Bestimmungen der Londoner Deklaration vom 26. Februar 1909 halten wird. Die Missionen werden gebeten, diese Notifikation schleunigst ihren Regierungen mitzuteilen.

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Der Worlaut der Kriegserklärung

Wien, 28.Juli

Eine Extraausgabe der offiziellen „Wiener Zeitung“ im amtlichen Teil enthält folgende Bekanntmachung:

 

Kriegserklärung

Auf Grund Allerhöchster Entschließung Seiner K. und K. apostolischen Majestät vom 28. Juli 1914 wurde heute an die königlich serbische Regierung ein ein französischer Sprache abgefasste Kriegserklärung gerichtet, welche in deutscher Übersetzung folgendermaßen lautet.

Da die königliche serbische Regierung die Note, welche  ihr vom österreichisch-ungarischen Gesandten in Belgrad am 23. Juli 1914 übergeben worden war, nicht in befriedigender Weise beantwortet hat, so sieht sich die K. und K. Regierung in die Notwendigkeit besetzt, selbst für die Wahrung ihrer Rechte und Interessen Sorge zu tragen und zu diesem Ende an die Gewalt der Waffen zu appellieren. Österreich-Ungarn betrachtet sich daher von diesem Augenblicke an als im Kriegszustand mit Serbien befindlich.

Der österreichisch-ungarische Minister des Äußeren Graf Berchtold.

(Bereits gestern Abend von uns durch Extrablatt verbreitet)

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Ein Manifest des Kaisers Franz Josef

Wien, 28 Juli

Der Kaiser hat nachfolgende Handschreiben und Manifest erlassen:

„Lieber Graf Stürgkh! Ich habe mich bestimmt  gefunden, dem Minister Meines Hauses und des Äußeren zu beauftragen, der königlich serbischen Regierung den Eintritt des Kriegszustandes zwischen der Monarchie und Serbien zu notifizieren. In dieser schicksalsschweren Stunde ist es Mir Bedürfnis, Mich an Meine geliebten Völker zu wenden. Ich beauftrage Sie daher, das anvertraute Manifest zur allgemeinen Verlautbarung zu bringen.“ … weiterlesen

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Im D-Zug Berlin-Wien

Der Mensch denkt, aber das k.k. Kriegsministerium lenkt. Ich hatte mir das sehr schön gedacht, zunächst nach Prag zu fahren, mich dort ein wenig umzutun und durch Böhmen langsam südwärts gegen Wien vorzudringen. Immer auf der Suche nach „Stimmung“. Aber noch auf deutschem Boden wurde es mir einigermaßen zweifelhaft, ob der reisende Mensch die im Fahrplan kodifizierte „Gewohnheit“ morgen noch zärtlich „seine Amme“ nennen würde. Das Zugpersonal teilte meine Zweifel durchaus. „Heute“, das war der Montag, galt als der Mobilmachung nullter Tag, „morgen“, der Dienstag also, gerade als der erste. Heute war noch eine Möglichkeit, glatt nach Wien durchzukommen, wenn auch mit Verspätung; für morgen wusste niemand nichts Gewisses. … weiterlesen