Politik > International >

Wir müssen siegen, wir werden siegen

So furchtbar ernst, ja, wenn man bloß nach der Zahl der Gegner urteilen wollte, so ungeheuer schwer war für Deutschland kaum je eine Situation. Den rund 121 Millionen Menschen Deutschlands und Österreich-Ungerns steht genau die doppelte Zahl in Russland, Frankreich, Belgien, Serbien, Montenegro und dem englischen Mutterland gegenüber. Und doch – so gewaltig die Aufgabe ist, sich dieser Übermacht zu erwehren, ihr nicht zu unterliegen – mit festem Vertrauen, man kann fast sagen: mit dem Gefühl der Sicherheit gehen Deutschland und Österreich-Ungarn in diesen gewaltigsten Völkerkampf aller Zeiten. … weiterlesen

Wissenschaft und Technik > Medizin >

Keine Angst vor der Cholera!

Gegenüber der Besorgnis, ob die zurzeit in Russland herrschende Cholera auf Deutschland übergreifen wird, sei auf folgendes hingewiesen:

Russland ist im letzten Jahrzehnt wiederholt von Cholera heimgesucht worden und hatte zum Beispiel im Jahre 1905 eine schwere Choleraepidemie. Obgleich aber die lange, deutsch-russische Grenze dem Vordringen der Krankheit nach Deutschland keinerlei natürliche Hindernisse bietet, im Gegenteil die Weichsel mit ihrem Schiffahrtsverkehr geradezu ein Einfalltor für sie darstellt, so ist die Seuche niemals über die Grenze hinaus vorgedrungen. Einzelne bei uns eingeschleppte Fälle sind dicht an der Grenze sogleich erkannt und durch die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln alsbald unschädlich gemacht worden. … weiterlesen

Politik > International >

Die Deutschen in Belgien

Die ganze Presse durchwogt Entrüstung über die Greuel, die angeblich von den Belgiern an den Deutschen, die sich bei Ausbruch des Krieges noch im Lande befanden, verübt wurden. Zweifellos sind, besonders in Brüssel, auch tatsächlich Ausschreitungen vorgekommen, die überaus häßlich, ja, gemein genannt werden müssen. Doch ist es gut, von gewissen Übertreibungen, die sich hier und da bemerkbar gemacht haben, abzusehen.

Einer unserer Mitarbeiter, der erst in der Nacht vom 6. August zu 7. August, mit dem letzten Zuge, der überhaupt Deutsche über die Grenze schaffte, aus Brüssel fortkam, hat uns eine lebendige Schilderung der Vorkommnisse gegeben, die folgendes Bild zeigt: … weiterlesen

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Der Offensivgeist der deutschen Marine

Kein Gegner in der Nordsee angetroffen – Eine Entscheidungsschlacht unter Umständen erst nach geraumer Zeit.

Das W.T.B. verbreitet folgende amtliche Erklärung:

Über die Tätigkeit unserer Flotte im bisherigen Kriegsabschnitt ist bekannt geworden, dass auf den drei Kriegsschauplätzen in der Nordsee, in der Ostsee und im Mittelmeer Teile der Marine ihre Tätigkeit bis an die feindlichen Küsten vorgeschoben haben. Diese Unternehmungen zeigen den offensivmilitärischen Geist, wie er unsere ganze Flotte beseelt. Die Beschießung des Kriegshafens von Libau und seine Sperrung wobei von unseren Streitkräften außer dem kleinen Kreuzer „Augsburg“ auch „Magdeburg“ beteiligt war, ist von Erfolg begleitet gewesen. Die dadurch hervorgerufene Bestürzung zeigt sich unter anderem in der Sprengung der Hafenanlagen bei Hangö. Nicht minder wirksam war das Erscheinen unserer um Mittelmeer befindlichen Schiffe an der Küste von Algier und die Beschießung der befestigten Plätze Phillipeville und Böne, wodurch die französischen Truppentransporte in erheblichem Maße gestört werden. Nach englischen Zeitungsberichten hat das heldenmütige Vorgehen der kleinen „Königin Luise“ unter Führung ihres unerschrockenen Kommandanten, Korvettenkapitäns Biermann, tiefen Eindruck auf ganz England gemacht und Besorgnis erregt. … weiterlesen

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1 200 000 Freiwillige!

Am 4. August sprach der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg die zuversichtlichen Worte: „Unsere Armee steht im Felde, unsere Flotte ist kampfbereit, hinter ihr das ganze deutsche Volk!“ Die Armee hat bereits gezeigt, wessen sie fähig und von welcher Unerschrockenheit sie beseelt ist. Was von der Flotte erwartet werden kann, hat man aus den kühnen Streifzügen der „Augsburg“ und der „Königin Luise“ und der Schiffe im Mittelmeer ersehen. Und wie das Volk in diesen Tagen opferstark und ruhig alle Pflichten auf sich nimmt, ist einzig und wundervoll. Es wird nicht leicht sein, späteren Geschlechtern die Stimmung dieser Tage und die bewundernswerte Art, wie das deutsche Volk heute jedes Opfer darbringt, zu schildern. Aber klarer als solche Schilderungen wird zu den kommenden Generationen eine Tatsache sprechen können. In den ersten Augusttagen des Schicksalsjahres 1914 haben sich

1 200 000 junge Deutsche freiwillig

zum Kampfe, zum Eintritt in das Heer gemeldet. Es liegt allein in dieser Ziffer eine solche Kraft, dass jede Zaghaftigkeit vor ihr hinschwinden müsste. Sie zeigt auch für Kinder und Enkel davon, wie heute der feste Wille, das Vaterland zu verteidigen, das ganze deutsche Volk erfüllt.

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Eine französische Brigade bei Lunéville zurückgeworfen

Erfolgreicher Angriff der deutschen Vorhut – Die erste französische Fahne erbeutet – 700 Franzosen gefangen.

Amtlich wird bekanntgegeben: Eine vorgeschobene gemischte Brigade des französischen 15. Armeekorps ist von unseren Sicherungstruppen bei Lagarde in Lothringen angegriffen worden. Der Gegner ist unter schweren Verlusten in den Wald von Paroy, nordöstlich Lunéville zurückgeworfen und hat in unseren Händen eine Fahne, zwei Batterien, vier Maschinengewehre und etwa 700 Gefangene gelassen. Ein französischer General ist gefallen. … weiterlesen