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Berechtigte Zuversicht

Wie wir heute morgen schon meldeten, haben am 17. August Truppen unseres 1. Armeekorps (Provinz Ostpreußen) ein siegreiches Gefecht bestanden. Es hat in der Gegend bei Stallupönen stattgefunden, etwa 15 Kilometer westlich der russischen Grenze an dem Knotenpunkt der Bahnlinien nach Königsberg und Memel. Schon wiederholt war diese wichtige Gegend Gegenstand russischer Angriffe. Am 6. August war es die dritte russische Kavalleriedivision, welche bei Romeiken, südlich Endtkuhnen, erschien. Sie ging aber sofort zurück, als deutsche Kavallerie auftauchte. Dann erschien dieselbe Kavalleriedivision einige Tage später wiederum und wurde von drei deutschen Grenzschutzkompagnien und etwas Feldartillerie zum zweiten Mal über die Grenze gejagt. Der am 17. August auf Stallupönen gemeldete russische Vorstoß hat nun zu einem Siege geführt, der die Russen mehr als 3000 Gefangene und sechs Maschinengewehre verlieren ließ. … weiterlesen

Kultur & Gesellschaft > Panorama >

Mittagbrot für 10 Pfennig

Die erste der vom Roten Kreuz begründeten Bürgerspeisehallen ist heute in den Kaiserhallen am Moritzplatz eröffnet worden, und ein sichtbares Zeichen der Notwendigkeit dieser Gründung war der Ansturm der Bedürftigen, der vor 12 Uhr einsetzte. Die Bedürftigkeitsfrage wird freilich nicht genau untersucht, aber auf den Plakaten liest man die Bitte, dass nur wirklich Notleidende sich einfinden mögen. … weiterlesen

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Die englischen Arbeiter gegen den Krieg

Erst jetzt gelangt der Aufruf, den die britische Sektion des Internationalen Sozialisten- und Arbeiterkongresses an das Volk erlassen hat, zur Kenntnis der Genossen auf dem Kontingent. Das historische Dokument, das vor der englischen Kriegserklärung an Deutschland veröffentlicht wurde, ist durch die Tatsachen auf den Kriegsschauplätzen überholt, trotzdem geben wir es wieder. Es lautet nach dem Baseler „Vorwärts“:

„Der langangedrohte europäische Krieg ist über uns. Seit über 100 Jahren hat keine solche Gefahr die Zivilisation bedroht. Es liegt an euch, euch voll Rechenschaft von der verzweifelten Lage zu geben und prompt und kräftig im Interesse des Friedens zu handeln. Ihr seid nie wegen des Krieges befragt worden. Was auch das Urteil über den plötzlichen, erdrückenden Angriff des militaristischen Reiches von Österreich gegen Serbien sein mag, sicher ist, dass die Arbeiter aller Länder, die in den Konflikt hineingezogen werden können, alle Nerven anspannen müssen, um ihre Regierungen an der Teilnahme am Kriege zu verhindern. … weiterlesen