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Siegesjubel in Metz

Metz, 22. August.
Die offizielle Bekanntmachung des Sieges der deutschen Truppen zwischen Metz und den Vogesen rief unter der Bevölkerung lebhafte Begeisterung hervor. Auf Anordnung des Oberbürgermeisters wurde sofort die Fahne auf dem Stadthause gehisst und die Kaiserglocke des Domes geläutet. In den Straßen zeigte sich reicher Flaggenschmuck, und das Stadthaus war abends illuminiert. An einigen Stellen im Zentrum der Stadt sammelte sich die Menge zu Tausenden. Es wurden in den Straßen Ansprachen gehalten, Hochrufe ausgebracht, die begeistert aufgenommen wurden, und immer wieder patriotische Lieder bis spät in die Nacht hinein gesungen.

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Mehr als zehntausend Gefangene

Das Wolffsche Telegrafenbureau meldet: Die von unseren Truppen zwischen Metz und den Vogesen geschlagenen französischen Kräfte sind gestern verfolgt worden. Der Rückzug der Franzosen artet in Flucht aus. Bisher wurden mehr als zehntausend Gefangene gemacht und mindestens 50 Geschütze erobert. Die Stärke der geschlagenen feindlichen Kräfte wurde auf mehr als acht Armeekorps festgestellt. (Von uns in einem Teil unserer Morgenausgabe und durch öffentlichen Anschlag bereits mitgeteilt.)

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Die Aufnahme der Siegesnachricht in Berlin

Die Nachricht vom Siege bei Metz wurde von der Bevölkerung mit freudigem Jubel begrüßt. Als kurz vor halb vier Uhr aus dem Hause des „Berliner Tageblatts“ zwei Fahnen weithin ankündeten, dass ein deutscher Sieg erfochten sei, öffneten sich in der Umgegend alle Fenster, und die Menge strömte, um Näheres zu erfahren, von allen Seiten herbei. Mit Windeseile verbreitete sich die Nachricht in der ganzen Stadt und in den Vororten, und die ersten Abendzeitungen, die um diese Stunde erschienen, wurden den immer zahlreicher werdenden Zeitungsverkäufern an den belebten Verkehrspunkten fast aus den Händen gerissen. … weiterlesen

Wissenschaft und Technik > Medizin >

Der Transport der Verwundeten

Quelle: fotocommunity

Quelle: fotocommunity

Wann der erste Transport von Verwundeten in Berlin eintreffen wird, lässt sich zurzeit nicht übersehen. Wohl aber kann berichtet werden, dass in Groß-Berlin alles für die Aufnahme und Pflege der Verwundeten vorbereitet ist. Der Behörde, die die Verteilung der ankommenden Transporte auf die Lazarette zu bewirken hat, stehen mehrere Tausend eingerichtete, von der Militärbehörde als brauchbar abgenommene leere Betten mit allem Pflegepersonal zur Verfügung. Der Transport der Verwundeten von den Bahnhöfen in die Lazarette ist gleichfalls bis in alle Einzelheiten vorbereitet. … weiterlesen

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Die Siegreiche Schlacht bei Metz

Jetzt ist es an der Tagesordnung, dass eine frohe Botschaft der anderen folgt. Das etwas bedrückend wirkende große Schweigen wandelt sich in jubelnde Kunde von Westen. Wie oft hörte man in den letzten Tagen die Worte: Wenn wir doch wenigstens wüssten, wo unsere Armeen kämpfen, und wer sie führt! Das ist eine ganz begreifliche Sehnsucht bei einem treuen und standhaften Volk, bei dem jede Familie mit Blut und Gut an dem großen Ringen beteiligt ist. Man will nicht Angst und Sorge hinter diesem Wunsch verbergen. Man will die Freude inniger genießen, will der Trauer fester gewappnet gegenüberstehen können. Jetzt ist zum zweiten Mal ein siegreicher Dührer genannt. Nach Emmich der Kronprinz Rupprecht von Bayern. Einem durch und durch monarchischen Volk liegt viel daran, die Männer zu kennen, die seine Söhne durch Blut zum Siege führen werden. Und man muss dieses Verlangen nach Heldenverehrung nicht unterschätzen. Haben sich doch um die gleich anfangs bekannten Namen und Gestalten unserer Heerführer der letzten großen Kämpfe alsbald Zuversicht und Glaube an den Erfolg zusammengeschlossen und wie eine treibende Kraft gewirkt auf alle, die noch daheim bleiben mussten, auf die immobilen und Ersatztruppenteile sowohl, wie auf die Väter und Mütter. … weiterlesen