Politik >

Die Einnahme von Namur.

Eine Autofahrt von 900 Kilometern. – Das deutsche Korps in Lüttich. – Besuch im zerschossenen Fort Loucin. – Die deutsche Flagge auf Fort Huy. – Die Flucht der Belgier und Franzosen aus Mamur. – In den zerschossenen Dörfern. – Die verspätete französische Hilfe.

(Telegramm unseres zum westlichen Kriegsschauplatz entsandten Spezialkorrespondenten.)

Großes Hauptquartier, 25. August.

Ich komme soeben von einer Autofahrt zurück, die sich über neunhundert Kilometer erstreckte. Wir snd gestern und heute über Jülich, Eschweiler, Aachen zunächst nach Lüttich gefahren, mit allen der Westarmee zugeteilten Militärattachés. … weiterlesen

Politik > International >

Beim Ostheer

(Von unserem zum östlichen Kriegsschauplatz entsandten Korrespondenten.)

Hauptquartier, 24. August.

„Auf Zuwiderhandelnde wird sofort geschossen!“ – Dieser mit großen Buchstaben gedruckte Schlusssatz einer Eisenbahn und Brücken betreffenden Bekanntmachung auf dem Bahnhofe des westpreußischen Städtchens kündete uns bei unserem Eintreffen sofort den ganzen Ernst der Lage und den nicht fernen Schauplatz kriegerischer Ereignisse im Osten. … weiterlesen

Politik > International >

Ein Streifzug in Feindesland

Von der deutschen Grenze nach Lüttich. – Der Franktireurkrieg der Wallonen. – Die Wirkung der deutschen Artilleriegeschosse. – In der deutschen Stadt Lüttich.

Von

Dr. Paul Grabein.

Bald nachdem man den Aachener Stadtwald, mit seinen herrlichen Tannen und Buchen, auf sanftem Höhenzug, überschritten hat, wendet sich die Straße, der auch unsere Truppen bei ihrem Vorschub auf Lüttich gefolgt sind, der belgischen Grenze zu. Sie führt zumeist auf einem Höhenrücken dahin, von dem aus das Auge frei und ungehindert in die weiten Talgründe zur Rechten und Linken schaut. Eine überaus fruchtbare Landschaft, die an Holstein erinnert mit ihren saftig grünen Weiden, von dichten Hecken eingesäumt. Hier und da ragen kleine Gehölze auf, die irgendeinen alten befestigten Herrensitz schattend umhegen. Bald hinter der Grenze beginnen auch die Ortschaften, langgestreckte Industriedörfer – der Bergbau ist hier bekanntlich ja zu Hause – deren Häuser die Straßen von beiden Seiten fast unausgesetzt einschließen. Also ein Gelände wie geschaffen zum Kleinkrieg. Und dazu die selbst in Friedenszeiten bei jedem Kenner des Landes verrufene wallonische Bevölkerung! Kein Wunder denn, dass gerade hier der Heckenkrieg mit allen seinen Schrecken eingesetzt hat.
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Berlin > Kultur & Gesellschaft >

Bitte um Gaben für unsere Truppen

Unseren kämpfenden Truppen sind nachfolgend ausgeführte Gegenstände dringend erwünscht:

  1. Zigarren, Zigaretten, Tabak (Pfeifen), Konserven, Schokolade, Kakao, Tee, Kaffee, Bonbons, Bouillonkapseln, Suppenwürfel, Gemüsekonserven, Dauerwurst, geräucherte Fleischwaren, alkoholfreie Getränke, Mineralwasser, Trockenmilch, kondensierte Milch, Lebkuchen.
  2. Wollene Strümpfe, Unterjacken, Hosenträger, Halsbinden, Leinwand (zur Fußbekleidung), Taschentücher, Hemden, Unterbeinkleider, wollene Leibbinden.
  3. … weiterlesen