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Trotz tapferer Gegenwehr...

Einnahme der letzten Forts von Namur

Amtlich wird unterm 26. August gemeldet:

Bei Namur sind sämtliche Forts gefallen, ebenso ist Longwy nach tapferer Gegenwehr genommen. Gegen den linken Flügel der Armee des deutschen Kronprinzen gingen aus Verdun und östlich starke Kräfte vor, die zurückgeschlagen sind. Das Oberelsass ist bis auf unbedeutende Abteilungen westlich Kolmar von den Franzosen geräumt. … weiterlesen

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Beim Ostheer

Nachrichtenzentrale: Bahnhof

Östliches Hauptquartier, 25. August.

Schon in Friedenszeiten bildet in kleineren Städten der Bahnhof den Mittelpunkt des Interesses, wo es häufig was zu sehen und zu hören gibt, und wo man hofft, Neuigkeiten zuerst zu erfahren. Und nun erst während eines entscheidenden Völkerkampfes nahe dem Kriegsschauplatze! Da spielt er die wichtigste Rolle im Leben und Weben der Bevölkerung. Das sieht man auch hier in diesem westpreußischen Städtchen, das an sich schon eine erhebliche strategische und militärische Rolle spielt, und in welchem vielfache Fäden der Heeresleitung zusammenlaufen. Von früher Morgen- bis später Abendstunde wird’s nicht leer auf dem Vorplatze an den Ein- und Ausgängen, in den den Wartesälen. Viele treibt bloße Neugierde her, andere der heiße Drang, vielleicht durch einen Zufall etwas über die Lieben zu erfahren, die vor dem Feinde stehen, wieder andere das Mitgefühl, helfen zu können, wo und wie es nur möglich ist. Die gesamte Umgebung sowie die Bahnsteige werden scharf bewacht, von Landwehrmännern, welche die strengsten Instruktionen haben; zu den Bahnsteigen kann niemand ohne Fahrkarte gelangen. … weiterlesen

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Tausende russische Gefangene entlang der Ostfront

Beim Ostheer

(Von unserem zum östlichen Kriegsschauplatz entsandten Korrespondenten.)

Hauptquartier, 24. August.

„Auf Zuwiderhandelnde wird sofort geschossen!“ – Dieser mit großen Buchstaben gedruckte Schlusssatz einer Eisenbahn und Brücken betreffenden Bekanntmachung auf dem Bahnhofe des westpreußischen Städtchens kündete uns bei unserem Eintreffen sofort den ganzen Ernst der Lage und den nicht fernen Schauplatz kriegerischer Ereignisse im Osten. … weiterlesen

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Das Deutsche - tief im Feindesland

Ein Streifzug in Feindesland

Von der deutschen Grenze nach Lüttich. – Der Franktireurkrieg der Wallonen. – Die Wirkung der deutschen Artilleriegeschosse. – In der deutschen Stadt Lüttich.

Von

Dr. Paul Grabein.

Bald nachdem man den Aachener Stadtwald, mit seinen herrlichen Tannen und Buchen, auf sanftem Höhenzug, überschritten hat, wendet sich die Straße, der auch unsere Truppen bei ihrem Vorschub auf Lüttich gefolgt sind, der belgischen Grenze zu. Sie führt zumeist auf einem Höhenrücken dahin, von dem aus das Auge frei und ungehindert in die weiten Talgründe zur Rechten und Linken schaut. Eine überaus fruchtbare Landschaft, die an Holstein erinnert mit ihren saftig grünen Weiden, von dichten Hecken eingesäumt. Hier und da ragen kleine Gehölze auf, die irgendeinen alten befestigten Herrensitz schattend umhegen. Bald hinter der Grenze beginnen auch die Ortschaften, langgestreckte Industriedörfer – der Bergbau ist hier bekanntlich ja zu Hause – deren Häuser die Straßen von beiden Seiten fast unausgesetzt einschließen. Also ein Gelände wie geschaffen zum Kleinkrieg. Und dazu die selbst in Friedenszeiten bei jedem Kenner des Landes verrufene wallonische Bevölkerung! Kein Wunder denn, dass gerade hier der Heckenkrieg mit allen seinen Schrecken eingesetzt hat.
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Strategisch wichtiger Stützpunkt erobert

Die Einnahme der Festung Namur

Das W. T. B. meldete heute um 11½ Uhr Vormittags:
Von der Festung Namur sind fünf Forts und die Stadt in unserem Besitz. Vier Forts werden noch beschossen, ihr Fall scheint in Kürze bevorzustehen.
Der Generalquartiermeister 
v. Stein

(Bereits durch Extrablatt gemeldet. D. Red.)
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Hitze setzt den Kämpfenden zu

Die Verfolgung

Über Lunéville hinaus. – Herzog Albrecht. – Gegen Maubeuge. – Die Engländer auf dem Kontinent.

Wie heute Morgen im „Berliner Tageblatt“ ausgeführt wurde, sind unsere siegreichen Truppen – die Armee des Kronprinzen Rupprecht von Bayern und die des deutschen Kronprinzen – dem Feind an den Fersen geblieben. … weiterlesen

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Verfolgung in Richtung Longwy fortgesetzt

Eine französische Armee völlig geschlagen

Deutsche Siege bei Lunéville, Longwy, am Smois und bei Maubeuge. – eine englische Brigade geschlagen. Mehrere französische Generäle gefangen.

Das W. T. B. verbreitet in der zweiten Morgenstunde folgende Meldung: Die Truppen, die unter Führung des Kronprinzen von Bayern in Lothringen gesiegt haben, haben die Linie Lunéville – Balmont- Cirey überschritten. Das 21. Armeekorps ist heute in Lunéville eingezogen. … weiterlesen

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Stadt beflaggt

Siegesjubel in Metz

Metz, 22. August.
Die offizielle Bekanntmachung des Sieges der deutschen Truppen zwischen Metz und den Vogesen rief unter der Bevölkerung lebhafte Begeisterung hervor. Auf Anordnung des Oberbürgermeisters wurde sofort die Fahne auf dem Stadthause gehisst und die Kaiserglocke des Domes geläutet. In den Straßen zeigte sich reicher Flaggenschmuck, und das Stadthaus war abends illuminiert. An einigen Stellen im Zentrum der Stadt sammelte sich die Menge zu Tausenden. Es wurden in den Straßen Ansprachen gehalten, Hochrufe ausgebracht, die begeistert aufgenommen wurden, und immer wieder patriotische Lieder bis spät in die Nacht hinein gesungen.

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Zwischen Metz und Vogesen

Mehr als zehntausend Gefangene

Das Wolffsche Telegrafenbureau meldet: Die von unseren Truppen zwischen Metz und den Vogesen geschlagenen französischen Kräfte sind gestern verfolgt worden. Der Rückzug der Franzosen artet in Flucht aus. Bisher wurden mehr als zehntausend Gefangene gemacht und mindestens 50 Geschütze erobert. Die Stärke der geschlagenen feindlichen Kräfte wurde auf mehr als acht Armeekorps festgestellt. (Von uns in einem Teil unserer Morgenausgabe und durch öffentlichen Anschlag bereits mitgeteilt.)

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Schlacht bei Metz

Die Siegreiche Schlacht bei Metz

Jetzt ist es an der Tagesordnung, dass eine frohe Botschaft der anderen folgt. Das etwas bedrückend wirkende große Schweigen wandelt sich in jubelnde Kunde von Westen. Wie oft hörte man in den letzten Tagen die Worte: Wenn wir doch wenigstens wüssten, wo unsere Armeen kämpfen, und wer sie führt! Das ist eine ganz begreifliche Sehnsucht bei einem treuen und standhaften Volk, bei dem jede Familie mit Blut und Gut an dem großen Ringen beteiligt ist. Man will nicht Angst und Sorge hinter diesem Wunsch verbergen. Man will die Freude inniger genießen, will der Trauer fester gewappnet gegenüberstehen können. Jetzt ist zum zweiten Mal ein siegreicher Dührer genannt. Nach Emmich der Kronprinz Rupprecht von Bayern. Einem durch und durch monarchischen Volk liegt viel daran, die Männer zu kennen, die seine Söhne durch Blut zum Siege führen werden. Und man muss dieses Verlangen nach Heldenverehrung nicht unterschätzen. Haben sich doch um die gleich anfangs bekannten Namen und Gestalten unserer Heerführer der letzten großen Kämpfe alsbald Zuversicht und Glaube an den Erfolg zusammengeschlossen und wie eine treibende Kraft gewirkt auf alle, die noch daheim bleiben mussten, auf die immobilen und Ersatztruppenteile sowohl, wie auf die Väter und Mütter. … weiterlesen