Berlin

Verwundete auf Lazarette und Hospitäler der Stadt verteilt

Die ersten Verwundetentransporte in Berlin

In Berlin sind gestern die ersten größeren Transporte von Verwundeten eingetroffen. Dank den behördlichen Vorbereitungen ging die Überführung der Verwundeten von den Auslandsbahnhöfen nach den Lazaretten ohne jede Störung vor sich. … weiterlesen

Medizin

Vorbereitungen laufen

Der Transport der Verwundeten

Quelle: fotocommunity

Quelle: fotocommunity

Wann der erste Transport von Verwundeten in Berlin eintreffen wird, lässt sich zurzeit nicht übersehen. Wohl aber kann berichtet werden, dass in Groß-Berlin alles für die Aufnahme und Pflege der Verwundeten vorbereitet ist. Der Behörde, die die Verteilung der ankommenden Transporte auf die Lazarette zu bewirken hat, stehen mehrere Tausend eingerichtete, von der Militärbehörde als brauchbar abgenommene leere Betten mit allem Pflegepersonal zur Verfügung. Der Transport der Verwundeten von den Bahnhöfen in die Lazarette ist gleichfalls bis in alle Einzelheiten vorbereitet. … weiterlesen

Politik

Alkohol setzt die Marschleistung herab - und wahrscheinlich auch die Treffsicherheit

Ernährung der Massen im Krieg

Dass der Erfolg der Waffen mit in allererster Linie von der Ernährung der Soldaten abhängig ist, ist eine Tatsache, die solange bekannt und bestätigt ist, wie wir eine Welt- und Kriegsgeschichte besitzen. Aber auch die ausreichende Ernährung der zurückgebliebenen Volksgenossen ist für den glücklichen Ausgang eines Krieges von außerordentlicher Bedeutung. … weiterlesen

Medizin

Seuchenschutz

Keine Angst vor der Cholera!

Gegenüber der Besorgnis, ob die zurzeit in Russland herrschende Cholera auf Deutschland übergreifen wird, sei auf folgendes hingewiesen:

Russland ist im letzten Jahrzehnt wiederholt von Cholera heimgesucht worden und hatte zum Beispiel im Jahre 1905 eine schwere Choleraepidemie. Obgleich aber die lange, deutsch-russische Grenze dem Vordringen der Krankheit nach Deutschland keinerlei natürliche Hindernisse bietet, im Gegenteil die Weichsel mit ihrem Schiffahrtsverkehr geradezu ein Einfalltor für sie darstellt, so ist die Seuche niemals über die Grenze hinaus vorgedrungen. Einzelne bei uns eingeschleppte Fälle sind dicht an der Grenze sogleich erkannt und durch die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln alsbald unschädlich gemacht worden. … weiterlesen

Medizin

Medizin

Der Arzt auf dem Schlachtfeld

Wir haben Professor Colmers zu dem nachstehenden Aufsatz aufgefordert, da er durch seine Tätigkeit im letzten Balkankriege sowie im russisch-japanischen Feldzuge Gelegenheit hatte, reiche kriegschirurgische Erfahrungen zu sammeln. Die Redaktion.

Die Arbeit des Chirurgen im Felde unterscheidet sich sehr wesentlich von der chirurgischen Tätigkeit im Frieden. Es ist bekannt, daß die chirurgische Kunst durch die Einführung des Aseptik und Antiseptik einen gewaltigen Aufschwung genommen hat und daß es kaum Verletzungen irgendeines Organs des menschlichen Körpers gibt, die nicht, wenn nur ein Schimmer von Hoffnung auf Erhaltung des Lebens besteht, in Friedenszeiten bei rechtzeitigem Eingreifen des Chirurgen der Heilung zugeführt werden könnten. Wir kennen die großen Erfolge bei Stich- und Schußverletzungen der Bauchhöhle, trotz vielfacher Durchlöcherung und Zerreißung des Darmes, die Erfolge der Herznaht und der Gefäßnaht bei Verletzungen größerer Schlagadern, bei Operationen nach Blutungen in das Innere der Schädelkapsel und bei vielen anderen schweren Verletzungen. Man sollte also meinen, daß man imstande wäre, im Kriege derartige Verletzungen, die früher hoffnungslos waren, einer glücklichen Heilung entgegenzuführen. Leider sind jedoch trotz aller umfassenden Maßregeln und der vortrefflichen Einrichtung des Sanitätswesens der Armee die äußeren Schwierigkeiten, due sich derartigen rasch vorzunehmenden Eingriffen im Felde entgegenstellen, unüberwindlich, und so kommt es, daß die moderne Kriegschirurgie eine scharfe Unterscheidung machen muß zwischen der Art der Versorgung der Verwundeten und der ihnen zuteil werdenden Hilfe auf dem Schlachtfelde beziehungsweise auf dem Hauptverbandplatze und zwischen der Behandlung der Verwundeten im Feldlazarett und den hinter diesen gelegenen Kriegs- und Etappenlazaretten. … weiterlesen

Medizin

Sitzung des Roten Kreuzes

Das Rote Kreuz

Kaiserin und Kronprinzessin in der Sitzung des Zentralkomitees der deutschen Vereine und des preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Die königlichen Schlösser Straßburg, Wiesbaden, Königsberg und Koblenz vom Kaiser für die Verwundeten zur Verfügung gestellt.

Die Kaiserin und die Kronprinzessin haben gestern an zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen des Zentralkomitees der deutschen Vereine und des preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz teilgenommen. In Abwesenheit des erkrankten Vorsitzenden begrüßte dessen erster Stellvertreter General der Artillerie a.D. Rothe die Fürstlichkeiten, dankte für ihr Erscheinen und gab einen kurzen Bericht über die bisherigen Vorbereitungen und Maßnahmen des Roten Kreuzes zur Fürsorge für die Verwundeten und Kranken. Das Rote Kreuz sei zu all dem, was von ihm bisher amtlicherseits gefordert wurde, voll gerüstet, und alles nehme seinen, seit langem geregelten Gang. Die weiterhin erforderlichen Geldmittel, namentlich zum Betriebe der zahlreich vorgesehenen Vereinslazarette, Verband- und Erfrischungsstellen, Genesungsheime, zur Beschaffung des späteren Bedarfs an Verbandsmaterialien, Arzneien, Wäschestücken usw. sollen durch Aufrufe zu freiwilligen Spendenzusammengebracht werden. Nachdem für die dringlichen Ausgaben Kredite von der Versmmlung genehmigt worden waren, wurde mitgeteilt, daß der Kaiser die königlichen Schlösser in Straßburg i. E., Wiesbaden, Königsberg und Koblenz zur Aufnahme von Verwundeten und Erkrankten dem Roten kreuz zur Verfügung gestellt habe, und daß ferner die Frauenhilfe durch die Hand ihrer Protektorin, der Kaiserin 10 000 Mark als erste Gabe darbiete.

Rekorde

Flugwettbewerb

Der Wettflug um die Erde

Der Wettflug um die Erde aus Anlass der Weltausstellung in San Francisco erhält jetzt seine praktische Grundlage. Der Urheber des Planes, Arnold Kruckmann, ist jetzt auf seiner vorbereitenden Weltreise in London eingetroffen. Sein Plan ist allerdings sehr hochfliegend, aber angesichts der heutigen Leistungen der Aeronautik wohl durchführbar. Er ist an Schwierigkeiten mit dem Transatlantikflug nicht zu vergleichen, denn die längste Strecke über See, etwa 600 Meilen zwischen Grönland und Irland ist für Hunderte von Flugzeugen zu durchmessen. Es wird unter anderem auch ausdrücklich auf die letzten deutschen Rekordleistungen im Dauer- und Höhenflug hingewiesen. … weiterlesen

Katastrophen und Unglücke

An der Weichsel

Gefährliche Dürre im Weichselgebiet

Thorn, 21. Juli

Die seit vier Wochen im Weichselgebiet herrschende Dürre in Verbindung mit einer geradezu tropischen Hitze in den letzten zwei Wochen beginnt verhängnisvoll zu werden. Selbst in den Nächten geht die Temperatur nur auf 20 Grad herunter. Garten- und Feldfrüchte, sogar große Bäume sterben infolge Feuchtigkeitsmangel ab. Die Viehweiden sind selbst in der Weichselniederung völlig verdorrt. Großer Futtermangel ist unausbleiblich. Für Kartoffeln droht eine Missernte. Die Preise für Feldfrüchte, Obst und Butter schnellen empor. Die Brunnen sind an vielen Stellen versiegt. Der Wassermangel droht auch den Wasserleitungswerken in den Städten verhängnisvoll zu werden.

Katastrophen und Unglücke

Hamburger Hafen

Riesenbrand in einer Hamburger Werft

Auf der Werft von Blohm und Voß in Hamburg gerieten gestern nachmittag gegen 4 1/2 Uhr die hölzernen Unterstützungen des für Rechnung der Werft im Bau befindlichen Docks in Brand. Das Feuer griff in rasender Geschwindigkeit um sich, sodass leider nicht alle Arbeiter flüchten konnten. Bisher wird die Zahl der Toten auf drei angegeben. Die Zahl der Verletzten, steht noch nicht fest, dürfte jedoch größer sein, da, abgesehen von den durch Brandwunden Verletzten, verschiedene Arbeiter bei der schleunigen Flucht, die durch außerordentliche Rauchentwicklung außerordentlich erschwert wurde, durch Herunterspringen Knochenbrüche erlitten haben. Die Wehr der Werft sowie die Hamburger Feuerwehr waren mit vier Zügen und sieben Spritzendampfern bei den Löscharbeiten mit 30 Rohren tätig. Um etwa 6 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand in der Gewalt.

Katastrophen und Unglücke

Hamburger Hafen

Brandkatastrophe bei Blohm und Voß

Auf der Werft von Blohm und Voß in Hamburg gerieten gestern Nachmittag gegen 4 1/2 Uhr die hölzernen Unterstützungen des für Rechnung der Werft im Bau befindlichen Docks in Brand. Das Feuer griff in rasender Geschwindigkeit um sich, so dass leider nicht alle Arbeiter flüchten konnten. Bisher wird die Zahl der Toten auf drei angegeben. Die Zahl der Verletzten steht noch nicht fest, dürfte jedoch größer sein, da, abgesehen von den durch Brandwunden Verletzten, verschiedene Arbeiter bei der schleunigen Flucht, die durch große Rauchentwicklung außerordentlich behindert wurde, durch Herunterspringen Knochenbrüchen erlitten haben. … weiterlesen