Erfindungen

Eisenbahn

Die Hitze im Eisenbahnwagen

Das „Berliner Tageblatt“ brachte vor einigen Tagen einen kleinen Aufsatz unter dem Titel „Die Hitze im Eisenbahnwagen“, worin die zur Kühlung der Eisenbahnwagen verwendeten Maßnahmen und ihr Erfolg behandelt wurden. Als trauriges Endresultat dieser Ermittelung ergab sich hierbei, dass der Erfolg praktisch gleich Null ist, und dass auch nicht beabsichtigt wird, wirksamere Mittel in Anwendung zu bringen. Es ist dies im höchsten Grade bedauerlich, denn die in den Eisenbahnwagen in den Sommermonaten und besonders gerade jetzt herrschende unerträgliche Hitze wird sehr schmerzlich empfunden nicht nur von Geschäfts- und Vergnügungsreisenden, sondern auch von der großen Menge der Vorortbewohner, die täglich mehrmals gezwungen sind, eine halbe Stunde oder länger in den – häufig noch überfüllten – Wagen der Stadtbahn, Wannseebahn usw. zuzubringen. … weiterlesen

Erfindungen

110 Kilometer Geschwindigkeit

Versuchsfahrten mit neuen Riesenlokomotiven

Auf der neuen Vollbahnstrecke von Liegnitz nach dem Riesengebirge werden zurzeit im Schnellzugverkehr Versuche mit neuen Riesenlokomotiven angestellt, die durch ihre gewaltigen Abmessungen in Fach- und Laienkreisen Aufsehen erregen. Sie stellen einen ganz neuen Typ dar und laufen auf vierzehn Rädern von denen acht in zwei amerikanischen Drehgestellen vereinigt sind. Der in dem gewaltigen Kessel erzeugte Dampf wird, ehe er als Triebkraft in Funktion tritt, in einem besonderen komplizierten Apparat, dem Schmidtschen Rauchröhren-Überhitzer auf ungefähr 350 Grad überhitzt. … weiterlesen

Erfindungen

Totale Sonnenfinsternis für den 21. August erwartet

Probleme der diesjährigen totalen Sonnenfinsternis

Am 21. August 1914 gibt es, wie schon früher erwähnt, eine totale Sonnenfinsternis, zu deren Beobachtung die bedeutendsten Sternwarten des Erdkreises wie gewöhnlich eigene Expeditionen ausrüsten werden. Besonders günstig liegen die Beobachtungsbedingungen für Standquartiere in Armenien. … weiterlesen

Erfindungen

Täglicher Durchschnittsverbrauch

124326 Liter Benzin

Welche wirtschaftliche Wertsteigerung die so rasch aufgeblühte Automobilindustrie gebracht hat, ersieht am auch aus dem Benzinverbrauch der Wagen. Man braucht nur die Berliner Autos in die Berechnung einzustellen, so ergibt sich bei selbstverständlich durchschnittlich bewerteten Zahlen der enorme Tagesverbrauch von 124326 Litern. Berlin weist nach dem heutigen Stande 1962 Automobildroschken auf, die bei einer Durchschnittsleistung von 150 Kilometern am Tage je 24 Liter Benzin verbrauchen (16 Liter für 100 Kilometer). … weiterlesen

Erfindungen

Sommerhitze

Der Berliner Asphalt bei 54 Grad in der Sonne

Wer heute bei einer Temperatur, die in der direkten Sonnenstrahlung an der Leipziger Straße schon ½ 12 Uhr bis auf 54 Grad Celsius stieg, durch die Straßen ging, konnte wahrnehmen, dass der Fuß besonders auf den mit künstlichem Asphalt ausgelegten Decken der Schächte für die Telephon- und Telegraphenkabel sich in die weiche schwarze Masse leicht eindrückte. Das gleiche zeigt sich in so mancher Wohnstraße, wo in der schwarzen Oberschicht die Pferdehufe und Wagenräder ihre Spuren hinterlassen. … weiterlesen

Erfindungen

Strafantrag

„Schmerzlose“ Zahnoperationen

Der Zahnarzt Hermann Falkenstein in Charlottenburg hatte seit 1911 absolut schmerzlose Zahnoperationen angeboten. Auf den vom zahnärztlichen Standesverein gestellten Strafantrag hin verurteilte ihn am 12. Januar das Landgericht I in Berlin auf Grund des §4 des Wettbewerbsgesetzes zu einer Geldstrafe von 500 Mark und erkannte dem genannten Verein die Berechtigung zu, das Urteil auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Der Angeklagte hat einen Apparat „Sanadent“ erfunden, mit dessen Hilfe es möglich sein soll, alle Zahnoperationen schmerzlos auszuführen. Er hat ein Patent darauf nachgesucht, aber nicht erhalten. Die Revision des Angeklagten hatte keinen Erfolg. Das Reichsgericht verwarf sie als unbegründet.

Erfindungen

Die Zukunft des Schlachtschiffbaus

Das Schlachtschiff der Zukunft

Prophezeien ist gewagt, und besonders auf dem Gebiet der Kriegsschiffkonstruktionen. Die Ansichten der Fachautoritäten über den Wert oder Unwert der Goliathschiffe laufen diametral auseinander. Ihr Urteil scheint von subjektiven Gesichtspunkten beeinflusst, das heißt deutlicher ausgedrückt, es bewegt sich innerhalb der Vorschriften einer gewissen Interessensphäre. … weiterlesen

Erfindungen

Zur heutigenEinweihung des Großschifffahrtsweges.

Der Großschifffahrtsweg Berlin – Stettin.

Berlin ist durch seine Lage an der schiffbaren Spree schon früh berufen gewesen, ein wichtiger Stapel- und Umschlagsplatz für den Verkehr zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands zu werden. Die Bedeutung des Berliner Handels und sein Interesse an guten Wasserstraßen waren zu Anfang des 17. Jahrhunderts so groß geworden, dass schon damals der Plan auftauchte, die märkischen Wasserstraßen mit der Oder in Verbindung zu setzen, ein Plan, der um das Jahr 1620 verwirklicht wurde. Von der Havel im Norden Berlins ausgehend, hat dieser Kanal – ein Vorläufer des Finowkanals – zwar nur kurze Zeit bestanden, denn er verfiel im Dreißigjährigen Kriege, aber die Überzeugung von der Notwendigkeit einer schiffbaren Verbindung zwischen Elbe und Oder blieb lebendig. Trotz der großen Schwierigkeiten, mit denen der Große Kurfürst namentlich in der ersten Zeit seiner Regierung zu kämpfen hatte, griff er einen neuen Plan auf: den Plan einer Verbindung südlich Berlins zwischen der Spree und der Oder zu schaffen. … weiterlesen

Politik

Die Eröffnung des Großschifffahrtsweges durch den Kaiser.

Der „Hohenzollernkanal“.

Das große Werk einer rastlosen, vorwärtsschreitenden Technik, der Großschifffahrtsweg Berlin-Stettin, der das Plateau von Niederbarnim kühn überwindet, sich über Höhenunterschiede hinwegsetzt, durch Wald und Wiesen bringt, ist heute im Beisein des Kaisers feierlich eröffnet worden. … weiterlesen