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Ermittlungen zum Attentat

Die geplante Note an Serbien

Die "Neuen Freie Presse" berichtet, Österreich werde Serbien um Unterstützung bei der Aufklärung des Attentats bitten. Doch ein regierungsnahes Blatt widerspricht.

Zu der Meldung der „Neuen Freien Presse“, dass im Laufe der weiteren Untersuchung die österreichisch-ungarische Regierung die serbische Regierung in einer Note ersuchen werde, in ihrem Wirkungskreis zur Aufdeckung des Hintergrundes des Attentates mitzuhelfen, sagt die „Wiener Allgemeine Zeitung“, deren Beziehung zum Ballplatz bekannt sind, dass in dieser Richtung noch kein Beschluss gefasst worden, daher auch noch kein Schritt in Belgrad erfolgt sei, und dass die Mitteilung den Tatsachen vorauseile. In dem ebenfalls offiziösen „R. W. Tageblatt“ wird daher erklärt, dass an den zuständigen Quellen von einer Absicht der erwähnten Art „nichts bekannt“ sei.