Politik > Deutsches Reich >

Kriegsdienst

Die heimkehrenden Kriegsfreiwilligen aus Amerika

In Amerika lebenden Deutsche, Österreicher und Ungarn sind extra zurückgekehrt, um sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Der Zeitpunkt ihrer Einschiffung verrät einiges über ihre Motivation.

470 Militärpflichtige, zum Teil Deutsche, größtenteils jedoch Österreicher und Ungarn sind noch rechtzeitig vor Schließung der Häfen vorgestern mit dem „Gneisenau“ von Amerika in Hamburg angekommen. Die Gefahr des Vaterlandes hat die treuen Söhne ohne Verzug auf den Heimweg getrieben, um ihre Pflichten zu erfüllen. 13 Tage hatte der Dampfer zur Heimreise gebraucht, so daß hieraus hervorgeht, daß die im Auslande befindlichen Brüder der verbündeten Länder bedeutend früher an einen Krieg dachten als wir im Lande selber. Unter den Angekommenen befanden sich Leute, welche ihre guten Stellungen, viele auch, welche drüben einen eigenen Hausstand, Frau und Kind verließen, nur mit dem Gedanken beschäftigt, ihrem Vaterlande zu dienen. Vom Landungssteg herunter, ohne Aufenthalt, reichten sich die braven Männer, welche unterwegs die Verbrüderung ordentlich gefeiert hatten, noch einmal zum Abschied, um so schnell wie möglich in ihre engere Heimat zu gelangen.

Die Österreicher und Ungarn sind zum Teil über Berlin gekommen und sofort nach ihrer Ankunft vom Lehrter nach dem Schlesischen und dem Görlitzer Bahnhof gefahren, um so rasch wie möglich an Ort und Stelle zu gelangen. Viele von ihnen müssen bis nach Oberungarn: diese wurden von unseren Behörden in ganz besonderer Weise bevorzugt und soweit es der Platz in den bereitstehenden Zügen gestattete, weiterbefördert.