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Nach dem Ultimatum

Die ungenügende Antwort

Die unbefriedigende Antwort Serbiens auf das österreichische Ultimatum hat zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen beider Staaten geführt. In Serbien laufen bereits Kriegsvorbereitungen.

Wien, 25. Juli

Ministerpräsident Paschitsch erschien wenige Minuten vor 6 Uhr in der K. und K. Gesandtschaft in Belgrad und erteilte eine ungenügende Antwort auf die österreichisch-ungarische Note. Baron Giesl notifizierte ihm hierauf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen und verließ mit dem Gesandtschaftspersonal um 6 Uhr 30 Minuten Belgrad. Die serbische Regierung hatte schon früher um 3 Uhr Nachmittags die Mobilmachung der gesamten Armee angeordnet, der Hof und die Regierung sowie die Truppen räumen Belgrad. Die Regierung soll nach Kragujevatsch verlegt werden.