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Strafantrag

„Schmerzlose“ Zahnoperationen

Ein Berliner Zahnarzt will einen Apparat erfunden haben, der schmerzlose Zahnbehandlungen ermöglicht. Wegen seiner Erfindung fand er sich nun vor Gericht wieder.

Der Zahnarzt Hermann Falkenstein in Charlottenburg hatte seit 1911 absolut schmerzlose Zahnoperationen angeboten. Auf den vom zahnärztlichen Standesverein gestellten Strafantrag hin verurteilte ihn am 12. Januar das Landgericht I in Berlin auf Grund des §4 des Wettbewerbsgesetzes zu einer Geldstrafe von 500 Mark und erkannte dem genannten Verein die Berechtigung zu, das Urteil auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Der Angeklagte hat einen Apparat „Sanadent“ erfunden, mit dessen Hilfe es möglich sein soll, alle Zahnoperationen schmerzlos auszuführen. Er hat ein Patent darauf nachgesucht, aber nicht erhalten. Die Revision des Angeklagten hatte keinen Erfolg. Das Reichsgericht verwarf sie als unbegründet.