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Wasser

Wasser

Das Wasser ist in einem ununterbrochenen Kreislauf begriffen. Es verdunstet aus dem Boden, aus allen Wasserläufen und Wasseransammlungen der Erde, steigt in Dampfform empor, sammelt sich zu Wolken und kehrt als Tau, Nebel, Regen, Hagel oder Schnee wieder zum Erdboden zurück. Dort bringt es bis zu den undurchlässigen Schichten (Lehm, Mergel usw.) ein, sammelt sich dort und tritt als Quelle oder Grundwasser-Stauung zu Tage, um von neuem den Kreislauf zu beginnen. Ein gewisses Quantum Wasser verdunstet auch durch tierische und pflanzliche Lebensäußerungen und durch chemische Vorgänge.

Das Wasser ist in einem ununterbrochenen Kreislauf begriffen. Es verdunstet aus dem Boden, aus allen Wasserläufen und Wasseransammlungen der Erde, steigt in Dampfform empor, sammelt sich zu Wolken und kehrt als Tau, Nebel, Regen, Hagel oder Schnee wieder zum Erdboden zurück. Dort bringt es bis zu den undurchlässigen Schichten (Lehm, Mergel usw.) ein, sammelt sich dort und tritt als Quelle oder Grundwasser-Stauung zu Tage, um von neuem den Kreislauf zu beginnen. Ein gewisses Quantum Wasser verdunstet auch durch tierische und pflanzliche Lebensäußerungen und durch chemische Vorgänge.
Für die Küche kommt neben der großen Menge Wasser, deren wir zum Kochen bedürfen, noch Reinigungswasser und Trinkwasser in Betracht. Jedes im menschlichen Haushalt gebrauchte Wasser soll rein sein, am reinsten das Trinkwasser. Es soll besonders von Mikroorganismen, von den kleinen Lebewesen der Infusorien und den allerkleinsten Bakterien. Unter letzteren ist das Wasser für viele gesundheitsschädliche Keime ein günstiger Erhaltungs- und Vermehrungsboden, wir erinnern nur an die Wasseruntersuchungen gehören zu den schwierigeren Arbeiten auf chemischem und mikroskopischem Gebiete und entziehen sich daher dem Arbeitskreise der Hausfrau. Zum Gebrauch meide man trübes, irgendwie gefärbtes oder einen erkennbaren Nebengeschmack zeigendes oder gar riechendes Wasser.
Wirklich reines Wasser erhält man nur durch Destillation; dasselbe schmeckt weich. Nimmt das Wasser größere Mengen doppelkohlensauren Kalk oder Magnesia auf, was in der Natur sehr häufig vorkommt, so schmeckt es hart und ist dann meist ein angenehmes Trinkwasser. Natürlich kommen alle Übergänge zwischen hartem und weichem Wasser vor, so dass sich keine paragraphische Grenze zwischen beiden ziehen lässt.
Für das Kochen und Waschen ist hartes Wasser nicht geeignet und zwar um so weniger geeignet, je härter es ist, je mehr doppeltkohlensauren Kalk oder Magnesia es enthält. Der Kalk dieser Zusammensetzung lässt sich schon durch einfaches Kochen entfernen, andere Kalksalze geben unangenehme Topf- und Kesselsteinbildungen in den Kochgefäßen. In hartem Wasser schäumt die Seife nicht, daher taugt es nicht zur Wäsche. Hartes Wasser macht man durch Sodazusatz oder Kalkmilch weich; die Mengen des Zusatzes müssen ausprobiert werden.
Zur sonstigen Reinigung des Wassers, besonders des Fluß- und Regenwassers, benutzt man mit Vorteil Filter-Apparate, die in zahlreichen Konstruktionen käuflich zu haben sind. Die eigentliche Filtermasse muß von Zeit zu Zeit erneuert werden. Am schwierigsten ist eisenhaltiges Wasser vollständig zu „Enteisenen“; doch ist ein geringer Eisengehalt jedenfalls nicht schädlich.
Da Wasser ist nicht, wie die Alten annahmen, ein einfaches Element, sondern ein aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzter Körper. Die häuslichen Wärmebezeichnungen für das Wasser schwanken; man kann annehmen für kaltes Wasser 1-15° R., laues Wasser 15-30°, warmes Wasser 30-50°, heißes Wasser 50° bis zum Siedepunkt von 80° R.