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Zucker

Zucker

 

In sehr vielen Pflanzenarten findet sich nachweisbar Zucker vor, in einer Reihe von Pflanzenarten auch in größerer Menge doch kommt heute für Küche und Haus nur der Zucker aus der Zuckerrübe – Rübenzucker – und aus dem Zuckerrohr – Rohrzucker – in Betracht. Der Rohrzucker ist dem Rübenzucker nach allen Richtungen hin vorzuziehen; da aber für Deutschland der Rübenzucker der billigere von beiden ist, so kommt dieser auch vorwiegend zum Verbrauch.
Man unterscheidet braunen „Melis“-Zucker und die aus diesem durch Reinigen (Raffinieren) gewonnene „Raffinade“, die völlig weiß sein muß. Je nach der Form unterscheidet man Hut-Zucker, Stücken-, Würfel-, Farin-, Streuzucker und Puder-Zucker.
Ein chemisch Hergestellter Ersatzstoff des Zuckers ist das aus der Steinkohle gewonnene Saccharin, das die 500fache Süßigkeit des Zuckers besitzt und für die Ernährung des Zuckerkranken von Bedeutung ist. Über die Verwendung des Saccharins in der Küche sind die Akten noch nicht abgeschlossen.
Im Altertum ersetzte bei uns der Honig den Zucker. Der Honig enthält in seinen besten Sorten 70% Zucker und zwar vorwiegend Fruchtzucker und Traubenzucker mit einer Spur Rohrzucker. Verfälscht wird er sehr oft mit Stärkezucker, wie er denn überhaupt allen denkbaren Verfälschungen ausgesetzt ist.