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Gegen Wanderbettelei

Zur Bekämpfung der Wanderbettelei und der Landstreicherei

Wer Bettlern etwas gibt, verleitet sie dazu, weiterhin zu betteln und zur Landstreicherei. Doch nur Arbeitswillige verdienen Mitleid und Unterstützung.

Zur Bekämpfung der Wanderbettelei und der Landstreicherei werden jetzt auch die Bevölkerungskreise aufgefordert. „Gebt,“ so heißt es in amtlichen Bekanntmachungen, „keinerlei Almosen mehr an ortsfremde Wanderer! Bettelnde Wanderer müssen ein für allemal an den Gemeindevorsteher verwiesen werden. Kein arbeitswilliger Wanderer braucht fortan Not zu leiden, arbeitsscheuen Elementen gegenüber ist jedoch keine Mildtätigkeit angebracht. Für kranke Wanderer wird der Gemeindevorsteher sorgen.

Die in den Provinzen eingerichteten Wanderarbeitsstätten gewähren jedem mittellosen Wanderer gegen angemessene Arbeitsleistung unentgeltlich Verpflegung und Unterkunft. In den Wanderarbeitsstätten wird unentgeltlich Arbeit nachgewiesen. Der Wanderbettel und die Landstreicherei werden nur aufhören, wenn die Bevölkerung jeden ortsfremden Wanderer abweist. Wer solchen Almosen gibt, der übt solches und andre schädigendes Mitleid und verleitet zum Landstreichen und Betteln.